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PEUT-ETRE VIEL-LEICHT
Eröffnung
Einführung
Finissage und Galeriegespräch mit Ena Lindenbaur und Jo Winter
Ena Lindenbaur, 1956 in Reutlingen geboren, lebt seit fast zwanzig Jahren als freischaffende Künstlerin in Südfrankreich. Sie hat schon mehrfach in der Galerie im Heppächer ausgestellt und mit ihren collageartigen Bildern, den Blindzeichnungen und ihren Malbüchern und Leporellos immer wieder begeistert. Ihre Arbeiten setzen sich mit existentiellen Fragen auseinander, die in der einen oder anderen Weise viele Menschen betreffen und ansprechen. So auch in der aktuellen Schau:
"Ich kann vielleicht viele sein" findet man hier auch in einem anderen Titel: Jo Winter, 1949 in Munderkingen geboren, lebt bei Tübingen, ist Naturwissenschaftler und Holzbildhauer. Seine Skulpturen und Installationen erinnern wie auch die Zeichnungen an vegetabile Formen, Wurzeln, Blütenstände, Früchte. Es sind Modelle von Werkzeugen und Landschaften, Hausgerippen, Schiffen. Wie der Zimmermann oder Waldarbeiter arbeitet Jo Winter vornehmlich mit der Kettensäge. Doch was entsteht, sind filigrane Objekte, denen Säge- und Arbeitsspuren deutlich anzusehen sind. Jo Winter lebt und arbeitet immer in zwei Welten. Er ist Wissenschaftler und Künstler, Zeichner und Bildhauer. Das Strenge und reproduzierbaren Regeln folgende hier und das ganz eigene, nur dem eigenen Wollen Verschriebene dort. Der spontane, aus dem Inneren schöpfende schnelle Strich, die unmittelbare Geste hier und die Geduld und Genauigkeit erfordernde handwerkliche Ausführung einer Idee mit Hilfe der Kettensäge dort. Vielleicht gibt das ein Gefühl für das Ganze der Welt. Kann sein, peut etre.
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