PEUT-ETRE   VIEL-LEICHT

    Eröffnung
    Sonntag 18. April 2010, 11-13 Uhr

    Einführung
    Dr. Susanne Lüdtke

    Finissage und Galeriegespräch mit Ena Lindenbaur und Jo Winter
    Mittwoch 19. Mai 2010, 15-18 Uhr
    verlängert bis einschließlich Sonntag, 30. Mai 2010


Ena Lindenbaur, 1956 in Reutlingen geboren, lebt seit fast zwanzig Jahren als freischaffende Künstlerin in Südfrankreich. Sie hat schon mehrfach in der Galerie im Heppächer ausgestellt und mit ihren collageartigen Bildern, den Blindzeichnungen und ihren Malbüchern und Leporellos immer wieder begeistert. Ihre Arbeiten setzen sich mit existentiellen Fragen auseinander, die in der einen oder anderen Weise viele Menschen betreffen und ansprechen. So auch in der aktuellen Schau:
Das Motto der Ausstellung VIEL-LEICHT-PEUT-ETRE ist in einer Serie von 35 Zeichnungen umgesetzt worden. Das Vage, Ungefähre, die vielen Spielarten und Möglichkeiten der eigenen Existenz bis hin zur multiplen Persönlichkeit, die als Potential wahrgenommen wird, sind Thema der Selbstreflexion.

"Ich kann vielleicht viele sein" findet man hier auch in einem anderen Titel:
DOUBLE-JE sind drei grosse, zweiteilige Bilder über die ständigen Widersprüche in uns und ihre Versöhnung:
Das Leben in der Natur oder das städtische Leben, das Leben in zwei Ländern und in zwei Sprachen, das Leben allein und im sozialen Umfeld.
Diese Beschäftigung mit sich selbst wird fortgesetzt im RENDEZ-VOUS MIT DER KINDHEIT: Motive aus Kinderzeichnungen werden übernommen sowie Objekte, die in dieser Zeit eine Bedeutung hatten.

Jo Winter, 1949 in Munderkingen geboren, lebt bei Tübingen, ist Naturwissenschaftler und Holzbildhauer. Seine Skulpturen und Installationen erinnern wie auch die Zeichnungen an vegetabile Formen, Wurzeln, Blütenstände, Früchte. Es sind Modelle von Werkzeugen und Landschaften, Hausgerippen, Schiffen. Wie der Zimmermann oder Waldarbeiter arbeitet Jo Winter vornehmlich mit der Kettensäge. Doch was entsteht, sind filigrane Objekte, denen Säge- und Arbeitsspuren deutlich anzusehen sind. Jo Winter lebt und arbeitet immer in zwei Welten. Er ist Wissenschaftler und Künstler, Zeichner und Bildhauer. Das Strenge und reproduzierbaren Regeln folgende hier und das ganz eigene, nur dem eigenen Wollen Verschriebene dort. Der spontane, aus dem Inneren schöpfende schnelle Strich, die unmittelbare Geste hier und die Geduld und Genauigkeit erfordernde handwerkliche Ausführung einer Idee mit Hilfe der Kettensäge dort. Vielleicht gibt das ein Gefühl für das Ganze der Welt. Kann sein, peut etre.









Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag jeweils 15.00 bis 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung unter 0177-5277179